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Ausgabe 5/2017 (Sep/Okt) +++ jetzt im Pressehandel und online erhältlich

Nachruf Tom Petty (20.10.1950-2.10.2017)

Dass er, der Youngster der Wilburys, seinen Kumpanen Roy und George so schnell folgen würde, hätte ich nie gedacht. David Bowie, Prince, Gregg Allman und jetzt Tom Petty – der Olymp des Rock‘n’Roll ist bald komplett, unsterblich im Himmel vereint.

Der Weg zur Einmaligkeit Tom Pettys begann zunächst mit nahezu stereotypem anfänglichen Lebenslauf, der die Ausgangsbasis vieler Rock‘n’Roll Gipsys aus der Provinz wie zum Beispiel Neil Young oder die Allmans darstellte: nach harter Jugend total abgebrannt an die Westküste, wo das große Ding ans Laufen kommen sollte.
Mit einer Mischung aus Erneuerung, Kompromisslosigkeit, Kumpanei und Restjugend ging der zumeist verschmitzt grinsende Tom seinem Faible für englischen gradlinigen Beat und Rock und dem bei den Byrds entliehenen Jingle Jangle nach und sorgte schon bald für Begeisterung, die bis zum heutigen Tag anhält.
Das erste Album der Heartbreakers wurde vom Engländer Danny Cordell produziert. Erste Erfolge stellen sich prompt mit einer Englandtour als Support von Nils Lofgren ein. Ich erinnere mich, dass mir Nils, als ich Mitte der 1970er selbst einen Support für ihn spielte, von Tom vorschwärmte. Eine durch und durch gute Empfehlung.
Wir verlieren einen sagenhaften Songschreiber und Performer, dessen „Keep it simple“-Attitüde immer auch Melancholie, Ironie, Understatement und eine gut dosierte Spacyness einschlossen – ein Stoff, der ins Herz trifft und einen überleben lässt, so weit man eben kommt. A good guy is gone.
www.tompetty.com