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6.2019 November/Dezember  - jetzt im Pressehandel oder bequem online lesen. Hier geht es zum digitalen Archiv: www.bassquarterly.de/archiv/ausgaben

HOT Stuff - Köllner Spectra

Langjährigen Bassquarterly-Lesern dürfte der Name Stefan Köllner ein Begriff sein. 2012 gründete der Quereinsteiger seine eigene Firma und bietet seither dem bassaffinen Publikum handgefertigte Edelbässe zum Kauf an. Der Arcona Bass aus dem Hause Köllner wurde hier bereits vorgestellt. In dieser Ausgabe wollen wir uns der neuesten Kreation des Instrumentenbauers aus Windischeschenbach in Bayern widmen, dem Spectra Bass.

 

Der Spectra ist der erste Bass, für den Stefan Köllner sogenannte Thermo-Hölzer benutzt hat. „Was, um Gottes Willen, sind Thermo-Hölzer?“, wird sich der ein oder andere jetzt sicher fragen. Dazu muss ich etwas weiter ausholen: Tropenhölzer eignen sich bekanntlich aufgrund ihres Schwingungsverhaltens wunderbar für den Instrumentenbau. Leider hat auch die Möbel- und Furnierindustrie über lange Zeit extensiv von diesen edlen Hölzern Gebrauch gemacht. Der Fortbestand einiger Sorten, wie zum Beispiel Rio Palisander, ist deshalb stark gefährdet. Eine Alternative bietet die sogenannte thermische Modifikation von europäischen Hölzern. Die Grundidee dahinter ist es, Holz durch Hitze chemisch zu verändern. Dafür wird das aufgesägte Holz in sauerstoffarmer Atmosphäre bei Temperaturen von 180 bis 200 Grad Celsius behandelt. Dieser Prozess dauert in etwa 15 Stunden. Dadurch werden die Zellen des Holzes verändert. Es wird leichter, dunkler und die Oberfläche härter. Von der Beschaffenheit her ähnelt es nach der Behandlung edlen Tropenhölzern.

www.koellner-bass.de